Sanierung

Energetische Gebäudesanierung trägt entscheidend zum Klimaschutz bei

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken. Immobilienbesitzer können bereits heute einen aktiven Beitrag dazu leisten – und zwar durch eine energetische Gebäudesanierung. Denn der hohe Energieverbrauch in älteren Gebäuden reißt häufig nicht nur ein Loch in den Geldbeutel, sondern verursacht auch einen hohen CO₂-Ausstoß.

Die energetische Sanierung des Eigenheims birgt ein riesiges Energiesparpotenzial. Laut einer Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) ließen sich alleine durch energetische Gebäudesanierungen die jährlichen CO₂-Emissionen um etwa 108 Millionen Tonnen reduzieren.

Energetisch sanieren bedeutet, ein Gebäude dahingehend zu modernisieren, dass der Energieverbrauch für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung minimiert wird. Dieses Ziel lässt sich durch unterschiedliche Maßnahmen erreichen:

• Austausch der Heizungsanlage (z. B. gegen: eine Wärmepumpe, einen Pelletskessel, oder einem Gasbrennwertkessel)
• Installation einer Solarthermieanlage zur Warmwasser- und/oder Heizungsunterstützung
• Dämmung (Außenwand, Dach, Keller(decken))
• Fenster- und Türensanierung
• Installation einer Photovoltaikanlage oder eines Energie-Management-Systems
• Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Kontrollierte Wohnraumlüftung)

Umweltschonend heizen
Von besonderer Bedeutung bei der energetischen Sanierung ist der Umstieg auf klimafreundliche Beheizungsformen. Aktuell ist Erdgas in fast zwei Drittel der Gebäude in Deutschland Hauptenergieträger. Öl folgt auf Platz zwei. Beide Rohstoffe verursachen durch ihre Verbrennung nicht nur hohe CO₂-Emissionen, sie sind auch endlich. Es wird angenommen, dass die Reserven für Erdöl und -gas in circa 50 bis 70 Jahren erschöpft sein werden.

© Comfreak / Pixabay

Umso wichtiger ist eine effiziente Heizung mit einem großen Anteil an zukunftssicheren erneuerbaren Energien, wie im Zuge einer energetischen Gebäudesanierung häufig eingesetzt. Die Installation von Wärmepumpen, Solarthermieanlagen usw. hilft daher nicht nur dabei, den Ener  gieverbrauch zu senken, sondern auch den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Auch der Einsatz von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung schützt das Klima.

Energieverlust durch Gebäudedämmung verhindern
Zu einer effizienten Beheizungsstrategie im Zuge einer energetischen Sanierung gehört auch die Dämmung des Gebäudes oder bestimmter Gebäudeteile. Denn: Ist ein Haus gut gedämmt und dicht, hält es im Winter die Wärme im Haus und im Sommer die Hitze draußen. Auf diese Weise sinken der Heiz- und Kühlungsbedarf und damit auch der Energieverbrauch stark. Ähnlich positiv wirkt sich der Austausch alter Fenster und Türen durch moderne Lösungen auf den Energieverbrauch aus.

Wird ein Haus vollständig energetisch saniert, lassen sich gegenüber einem unsanierten Gebäude 50 bis 80 Prozent Energie sparen. Das macht sich deutlich im Geldbeutel bemerkbar, steigert den Wert der Immobilie und macht diese zukunftssicher. Energetische Gebäudesanierungen tragen zudem im erheblichen Umfang zur Reduzierung des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland bei. Für das Erreichen des Klimazieles sind sie unverzichtbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.