Ob Senkung der Betriebskosten, Wertsteigerung der Immobilie oder Steigerung des Wohnkomforts: Es gibt zahlreiche Gründe und Anlässe für eine energetische Sanierung, die unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. autargo führt eine präzise Analyse Ihrer Immobilie durch und entwickelt für Sie praxisnahe Gesamtlösungen.

Häufige Gründe für eine energetische Sanierung:

Energiekosten senken, Wertsteigerung erzielen

Sanierungsrückstau – Schadhafte Gebäudeflächen oder Anlagentechnik

An- oder Umbaumaßnahmen an der Immobilie

Einwirkungen auf die Umwelt und Allgemeinkosten

Energiekosten senken, Wertsteigerung erzielen

Bereits heute machen die Energiekosten einen großen Teil der monatlichen Kosten aus – Tendenz steigend. Aufgrund begrenzter fossiler Ressourcen (Öl und Gas) und erhöhter Umweltbelastung sind in der Zukunft weitere Preissteigerungen zu erwarten. Eine energetische Sanierung wirkt diesem Trend entgegen: Aufgrund der seit Jahren anhaltenden niedrigen Zinserträge bei Tages- und Festgeld ist eine Investition in die eigene Immobilie eine sinnvolle Geldanlage.

Unter Berücksichtigung der vielfältigen Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern lassen sich durch eine energetische Sanierung sehr gute Renditen erzielen. Diese wirkt sich gleich doppelt positiv aus: Neben einem erhöhten Wohnkomfort steigt auch der Wert der Immobilie. Das spiegelt sich in höheren Mieteinnahmen und Verkaufspreisen wider. Darüber hinaus finanziert die Einsparung bei Energiekosten die Sanierung.

Schadhafte Gebäudeflächen oder Anlagentechnik

Bei schadhaften oder undichten Gebäudekomponenten ist eine energetische Sanierung insbesondere aus Gründen der Wohngesundheit dringend zu empfehlen. Das betrifft vor allem folgende Komponenten:

  • Feuchte oder schlecht gedämmte Wände/Böden/Decken
  • Undichtes oder anderweitig beschädigtes Dach
  • Zugerscheinungen innerhalb des Gebäudes
  • Alte oder undichte Fenster
  • Alte oder schlecht funktionierende Heizungstechnik (Störungen, Regelungsschwierigkeiten etc.)

Durch eine gezielte energetische Sanierung werden steigende Reparatur- und/oder Betriebskosten sowie eine weitere Verschlechterung der Komponenten verhindert. Das Ergebnis sind ein höherer Wohnkomfort und ein behaglicheres Raumklima.

An- oder Umbaumaßnahmen

Planen sie An- oder Umbaumaßnahmen an Ihrer Immobilie, ist eine energetische Sanierung einfach und wirkungsvoll umzusetzen. Ein Beispiel: Wird im Zuge eines Dachausbaus das Dach erneuert, lassen sich mit geringen Mehrkosten Dämmmaßnahmen durchführen, die sich schnell amortisieren.

Soll eine energetische Sanierung erfolgen, schreibt zudem die Energiesparverordnung Höchstwerte für den Wärmedurchgang von Bauteilen vor, der bestimmte Dämmstoffstärken erfordert. Eine energetische Sanierung kann außerdem in das Förder- und Finanzierungskonzept aufgenommen werden.

Umwelteinwirkungen und Allgemeinkosten

Eine energetische Sanierung Ihrer Immobilie hilft aktiv dabei, das Klima zu schonen. Durch den Klimawandel bedingte Umweltschäden sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Zunehmende Gesundheitsschäden und höhere Kosten für die Bevölkerung, etwa durch Materialschäden, Versicherungen oder Steuern, sind die Folge.

Das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehende CO2 gilt als Hauptverantwortlicher. Daher sind Energie- und CO2-Einsparungen durch eine energetische Sanierung immer sinnvoll.

Unabhängig, autark werden

Die energetische Sanierung hilft dabei, dass Sie unabhängig von fossilen Rohstoffen wie Öl und Gas werden. Durch die Kombination aus Wärmepumpe, und Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher können Sie Ihre Energieverbrauchsquote deutlich verbessern.

Energetische Sanierung: Was ist zu beachten?

Die energetische Sanierung ist ein komplexes Themenfeld, bei dem es zahlreiche Faktoren zu beachten gilt. Jeder Sanierungsfall muss für sich betrachtet werden – eine individuelle Planung ist unbedingt erforderlich. Bei einer Entscheidung für eine energetische Sanierung müssen dennoch einige grundsätzliche Punkte beachtet werden.

1. Wärme- und Feuchtigkeitsschutz

Der Wärme- und Feuchtigkeitsschutz im Zuge einer energetischen Sanierung hat im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Schaffung eines behaglichen Raumklimas
  • Schutz der Baukonstruktion vor Feuchteeinwirkungen
  • Reduzierung von Wärmeverlusten
  • Vermeidung sommerlicher Überhitzung

Die DIN 4108 stellt verschiedene Anforderungen an den Mindestwärmeschutz und klimabedingten Feuchteschutz, die zwingend eingehalten werden müssen.

2. Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die EnEV ist eines der wichtigsten Instrumente der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik – und spielt eine große Rolle für die energetische Sanierung. Ihr Ziel ist die Reduzierung des Energieverbrauchs in Gebäuden.

Hierzu stellt sie umfassende Anforderungen an die Heizungs- und Klimatechnik sowie den Wärmedämmstandard der Gebäude. Diese Anforderungen gelten sowohl für neue als auch für bestehende Immobilien.

3. Materialauswahl

Nur durch die energetische Sanierung mit geeigneten Materialien gelingt es, den Energiebedarf zu minimieren und die Ziele des Wärmeschutzes zu erfüllen. Dabei ist insbesondere der richtige Einsatz von Dämmstoffen wichtig.

Hierbei müssen unterschiedliche Kriterien wie beispielsweise Preis, Brandschutz, Umweltverträglichkeit und Form beachtet werden, um den passenden Dämmstoff für die jeweilige Dämmmaßnahme zu verwenden.

4. Fördermöglichkeiten

Bund und Länder bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Programme, die für eine energetische Sanierung von Immobilien Förderungen gewähren.

Zuschüsse und zinsgünstige Kredite können über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Bezirksregierung des Landes Nordrhein-Westfalen (Progres.NRW) in Anspruch genommen werden.

Diese sind auch untereinander kombinierbar. Voraussetzung dafür ist eine rechtzeitige Antragsstellung und die Einhaltung bestimmter Fristen.

5. Genehmigungen

Bevor die energetische Sanierung durchgeführt werden kann, müssen im Vorfeld je nach Art der Sanierungsmaßnahme entsprechende Anträge gestellt werden.

Es ist beispielsweise eine Einsicht in den Bebauungsplan der Stadt empfehlenswert, um einen Einblick in planungsrelevante Festsetzungen zu erhalten.